Herzlich Willkommen bei Soda.s Wor(l)d! :O)

Gesundheitlich...

... geht es auf diesem Blog weiter! Alles was ich zuvor über die Schilddrüse verfaßt habe, hat mich genau dorthin gebracht. Und damit sich das nicht alles häuft und hier zu Verwirrung führt, trenne ich die beiden Blogs, auch wenn das eine ebenso ich bin wie dieses hier. :)

Eure Soda.







Sonntag, 28. Oktober 2012

Das Lied des Ertrunkenen

Im nassen Grabe ruht er
der Ertrunkene
getragen von seichten Wogen,
starr der Blick 


Sanft hüllen die Algen
und der Seetang ihn ein
wie ein warmer Mantel
in der feuchten Dunkelheit

Blau der Körper,
leuchtend fast,
tief hier unten
wie ein Signal 

Unruhig sein Geist
der nicht loslassen will
vom Leben und der Lust
an die er sich erinnert

Fröhlich war er,
glücklich fast,
lachte ausgelassen
an einem strahlenden Tag

Sand an den Füßen,
weich und warm,
glänzendes Wasser,
wie Edelsteine so klar

Die Liebste an der Seite,
schwebende Schritte,
Hand in Hand liefen sie
in den Sonnenuntergang

Am Abend das Feuer,
das herrlich sie wärmte
mattes Licht der Glut
lullte sie in Schlaf

Dann ein Schrei
erschüttert und furchtvoll
zitternd kauerte er
nun in der Finsternis

Ein Knurren, ein Brummen,
er verstand keine Worte
Nur die Furcht,
sie erfüllte ihn klamm

Ein großer Schatten
mit schweren Schritten
dann ein Schlag
und er sank dahin

Nach langer Weile
unklarer Blick,
nur seltsame Stimmen
fremd und hohl

Sie lachten und sangen
und schlugen die Gläser
zum bösen Gruße
auf ihren Sieg

Sie freuten sich ruchlos
über das bißchen Geld
ein wenig Habe
von ihm und ihr

Er tastete und fand
ihren leblosen Körper
und erschrak
ins Mark entsetzt

Er lauschte ein wenig
ihrer abscheulichen Worte
schürte den Hass
tief in der Brust

Dann fand er den Stock
der sie gerichtet
und kämpfte
wie ein Wolf so stark

Die Nacht schwand dahin
der Himmel erhellte
doch Wärme
kam heute nicht auf

Der Dieb keuchte
betrunken und flau
nicht geahnt 
ob der wütenden Kraft

Er wehrte sich sehr
doch der andre war stärker
und er sackte zusammen
in den weißen Sand

Der Dieb schleifte
den schlaffen Körper
ans Wasser,
hinaus ins Meer

So trieb er
bewußtlos und matt
völlig erschöpft
auf dem klaren Blau

Und dann fiel er
haltlos
hinab in die Tiefe
die ihn liebevoll verschlang

Das Netz tat den Rest
es hielt ihn umschlungen
er strampelte kraftlos
und versank

Nun trieb er hier
gefangen, verstrickt
Auf dem Fuße des Schönen
folgte der Tod

Gedanken an den Dieb,
voller Zorn und Rage
hilflos, allein
erstickt im Hass

So hatte er sie nicht
erretten können
und seine Seele
siechte dahin

© Soda. Shadow


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