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Samstag, 18. Februar 2012

endlose Müdigkeit

Manchmal frage ich mich, woher diese endlose Müdigkeit kommen mag. Ist es allein von der Schilddrüse? Ich weiß, das man sich immerzu vorkommt, als hätte man Watte im Kopf, als läge ein nebliger Schleier vor den Augen. Ja, ich weiß das diese Symptomatik bei allen Schilddrüsenkranken gleich ist. Bei einem mehr, bei einem weniger. Bei mir wohl mehr... Aber das allein kann es nicht sein. Ich bin mein Leben lang schon immer müde.


Ein anderer Grund mag natürlich die Tatsache sein, das ich zu den "Nachteulen" gehöre. Also Menschen, die tagsüber nicht fit werden und dafür nachts zu Höchstform auflaufen. Auch dafür gab es schon erste Anzeichen in meiner Kindheit - aber wer hätte denn daran in den Mitte- und End-70ern gedacht?
Dann kommen da die jahrelangen Phasen der Schlaflosigkeit hinzu - begonnen damit, das ich angst hatte zu schlafen. Nicht aus Furcht vor der Dunkelheit oder vor Alpträumen. Nein, angst davor, das etwas geschehen könnte, während ich schlafe. Wovor ich als Kind angst hatte, weiß ich nicht mehr. Ich kann nur zurückblickend vermuten, das es daran lag, das wir sehr, sehr oft umgezogen sind. Ich denke, das ich angst hatte, wenn ich die Augen aufschlage nicht mehr zu Hause zu sein... oder ähnliches. Später, als Erwachsene, hatte ich vor anderen Dingen angst. Vor Übergriffen meines jeweiligen Freundes zum Beispiel. Das raubte mir natürlich die innere Ruhe und beinhaltete Schlaflosigkeit und Schlafstörungen.
Erst vor einigen Jahren, als ich meinen jetzigen Freund kennenlernte, hörte das alles schlagartig auf. Das heißt nicht, das ich seitdem nachts schlafe wie ein Baby. Nein. Phasenweise leide ich immer noch unter Schlafstörungen. Mehr als mir lieb ist. Doch es gibt auch Phasen, in denen ich so fest schlafe, das mich nichts, aber auch gar nichts zu wecken vermag. Ich schlafe dann auch immer recht schnell ein - maximal 30 Minuten  (wo es sonst zwischen 2-4 Stunden benötigt) dauert es dann, bis ich ins Land der Träume hinüberschwebe.

Doch ganz gleich wie gut oder schlecht, wie lang oder kurz ich schlafe, ich bin immer müde. Alle 3,5-4 Stunden bekomme ich einen Tiefpunkt, an dem ich die Augen kaum noch aufhalten kann. Schon früher, als ich noch Akkordarbeit verrichtete, ist es mir manchmal passiert, das ich in Sekundenschlaf gefallen bin, im Stehen, während der Arbeit. Auch als ich an Druckmaschinen gearbeitet habe, und das ist nicht von Vorteil, sind mir die Augen zugefallen und ich bin für eine Weile weggetreten. Ich kann es nicht abwenden. Ob ich dabei am Schreibtisch sitze, in der Schule war oder daheim auf dem Sofa hocke - plötzlich überkommt mich eine bleierne Schwere, eine alles ergreifende, niederdrückende Müdigkeit, die mich zu bezwingen sucht. Ich kämpfe gegen das Einnicken an, doch irgendwann geht es nicht mehr und ich bin weggetreten. Leider ist das nicht die Art von Sekundenschlaf, aus der man erfrischt erwacht und weiter arbeiten kann. Nein, ich bin dann noch müder als zuvor schon. Mir bleibt meistens nur der Gang ins Bett. Unvorteilhaft, wenn ich dann auf der Arbeit bin.
Und so geht es seit - ja, seit wann? Ich denke, seit meiner frühen Kindheit schon, also fast mein ganzes Leben lang. Ich kämpfe gegen diese bleierne Schwere an, aber ich verliere den Kampf, mehr und mehr. Manchmal will ich nur noch schlafen. Und doch kann ich nicht. Und wenn ich mal richtig fest ein paar Stunden am Stück geschlafen habe, dann bin ich auch nicht wach oder fit oder ausgeruht. Immer müde, das ist alles was ich bin.

2 Kommentare:

  1. Hallo,

    ich fühle mich auch schon seit Jahren nie richtig fit, wenn ich aufwache. So schlimm wie bei Dir ist es aber zum Glück nicht. Das würde mich vollends in den Wahnsinn treiben. Als ich letztes Jahr aus der Vollnarkose nach einer Knie-OP aufwachte, da war ich so fit, ich hätte Bäume ausreissen können (aber das Knie machte da ja leider nicht mit). Es war so, als ob ich ganz kurz sehr tief und fest geschlafen habe, alles nachgeholt habe oder so. Danach dachte ich, jeden Abend eine Vollnarkose für die Nacht und jeden Morgen so fit aufwachen, ach das wäre schön. Wenn dann nicht andere Nebenwirkungen kämen....

    Übrigens vielen Dank für Deine Worte und Wünsche zum Beenden meines Blogs. Ich konnte es nur so extrem beenden, also einfach alles löschen, um nicht ständig im Internet zu sein, um es nicht zu einer ausgeprägten Sucht werden zu lassen. Jetzt gibt es auch wieder Tage ohne PC und Internet und die sind auch nicht schlechter...
    LG Biene

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  2. Huhu Biene, schön von Dir zu hören! :)

    Vollnarkose - hatte ich bisher zwei Mal, und wie Du es sagst: ich war danach ebenfalls sehr erholt und habe mich nach dem Gefühl zurückgesehnt, das ich damals hatte. Für eine Weile total ausgeruht zu sein... ach ja, das war schon schön!

    Alles Gute weiterhin für Dich! Hat mich sehr gefreut! :)

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