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Mittwoch, 13. November 2013

auf ein Neues...

Ich hatte ja letzte Woche Freitag Tabletten bekommen, die gegen den starken Schwankschwindel helfen sollten. Hmm, ob sie das getan haben, kann ich nicht wirklich beantworten, denn nachdem ich die Dosis - laut ärztlicher Anweisung - nach und nach erhöht habe (Freitag eine Tablette, Samstag & Sonntag je zwei, Montag dann drei), ging nix mehr mit diesen Tabletten. Sulpirid soll ja auch gegen Schizophrenie verabreicht

Samstag, 9. November 2013

Notaufnahme die 3. - wir probieren mal die HSK

Dienstag war es, und mir ging es - oh nee, ne, ist net wahr! - mal wieder schlechter. Der Schwindel, bei dem es sich um einen fiesen Schwankschwindel handelt, ist stärker und stärker geworden. Schon Montags konnte ich mich kaum auf dem Stuhl halten, und auch im Liegen wurde es immer schlimmer. Das Gefühl, das ständig alles auf mich zukommt, der Boden wankt unter meiner Füßen, ich kaum noch laufen konnte (kann) - nicht selbständig, daran ist nicht zu denken zur Zeit - wurde so heftig, das selbst Ralfi sehen konnte, wie ich wackelte als ich am Tisch saß - und das mit gerade angelehntem Rücken. Und was soll ich sagen - nix ging mehr. Ich konnte auch nicht essen, so sehr ich mich bemühte, mich nicht zu verkrampfen. Tränen flossen in Strömen, ich konnte mich kaum noch zusammenreißen.
Ralfi rief sofort die Neurologin an - und die meinte eiskalt:
"Dann müssen Sie in die Notaufnahme, ich kann da nichts für Sie tun." Bißchen freundlicher wäre schön gewesen, aber bei dieser Frau... die Schneekönigin ist warmherzig dagegen.
Ein Anruf beim Hausarzt brachte eine andere Wendung:
"Gehen Sie doch mal zum HNO, vielleicht sitzen die Ohrkristalle nicht richtig. Das kann durchaus zu starkem Schwindel führen."

Okay, also machten wir uns auf den Weg zum HNO-Doc (Dr. Krause, ein toller Arzt). Der Weg dorthin war eine Qual, denn es war so windig, das es mich fast umhaute. Ich bin zwar (noch) nicht gänzlich vom Fleisch gefallen, aber ich wankte und wackelte, als sei ich auf einem Schiff. Ich klammerte mich an Ralfi fest, der überaus schlechte Laune hatte. Was ihm nicht zu verdenken war...
Nach einem kleinen Kreislauf-Blackout (ein anderes Wort habe ich dafür nicht mehr nach all den Wochen), kamen wir endlich beim HNO an. Und was war? Er war krank. Lungenentzündung (gute Besserung an dieser Stelle, lieber Dr. Krause!). Schlimm. Die MTA sagte, wir sollen in die HSK, wenn es so schlimm sei mit dem Schwindel, denn auch der Vertretungsarzt würde uns dort vermutlich hinschicken.

Gesagt, getan. Ab in den Bus, dann in die HSK gurken. Ach Mensch! :(  Zuerst kam ich tatsächlich nach nicht mal 20 Minuten dran, eine superjunge (ich sag ja, es gibt anscheinend nur noch 12-jährige Ärzte) Neurologin untersuchte mich, befragte mich, dies und das. Ich solle beim HNO vorsprechen. Okaaay. Dort kamen wir dann nach knapp einer Stunde dran. Diese Ärztin war der Brüller - meinte sie tatsächlich, meine Nebenhöhlen seien frei (was nicht sein kann, denn meine rechte NH ist chronisch zu), und auch sonst sei alles in Ordnung. Den schrecklich verkohlten Geruch könne sie sich nicht erklären, das müsse am Kopf liegen. Ich solle jedoch wegen dem Schwindel, auch wenn sie jetzt so nix feststellen könne, noch einen Hörtest machen. Solange ab ins Wartezimmer.
3 Stunden (!) später, Ralfi so einen Hals geschoben, kamen wir dann endlich mal dran. Der Hörtest dauerte - wer schon mal einen gemacht hat, weiß ja, das das keine Äktschn ist - knapp 5 Minuten. Fertig. Alles bestens bei mir. Jedenfalls von der HNO-Seite aus. Warum wir so lang warten mußten: die MTA hatte meine Akte verschlampt. Schön zu wissen, das doch so viel Wert auf die Unterlagen gelegt werden!

Weitere 1,5 Stunden später kam ich dann wieder bei der Neurologin dran. Ich sagte ihr alles, was so in mir vorging, und mir ging es so richtig elend. Aber ich war den Tag über recht still, hab nur gesessen (wie auch immer, das weiß ich selber nicht genau), versucht mich ruhig zu halten, und hab eben einfach gewartet, das was rauskommt. Ich dachte, die würden mich dort endlich ins MRT stecken - aber nein, die Neurologin meinte, ich solle den Termin am 20.11. wahrnehmen, dann könne man weitersehen.
Aha.
Sie müsse mich leider nach Hause schicken, denn sie hätten keine Betten frei. Sie hoffe, das ich klarkomme, und sie würde uns noch einen Brief für den Hausarzt mitgeben.
So, das Gespräch dauerte nochmal gut 30 Minuten, und sie war auch lieb und nett, die Kleine. Aber... alles was unter 45 Jahre als ist, ist für mich nicht ernstzunehmen. Sorry, Leute, ein Arzt braucht Erfahrung! Wenn ich mit dem Rauchen aufhören will, dann wende ich mich ja auch nicht an einen Nichtraucher, sondern frage jemanden, der lange selber an der Fluppe gehangen hat, wie er es geschafft hat. Pfft, auf diesen Kindergarten kann ich gerne verzichten, so schnuckelig die Kleene auch war.

Tja, und so ging es ergebnislos nach Hause - und sehr enttäuscht und müde und kaputt und traurig und groggy. Wieder umsonst dort gewesen. Wieder mal kein Ergebnis. -.-

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Interessante Sitzung

Heute war ich endlich beim Neurologen. Endlich deshalb, weil mir ja diverse Ärzte einreden woll(t)en, das meine Eßstörung rein psychischer Natur ist (psychosomatisch also). Und das glaube ich ja nicht, und zwar schon seit Wochen nicht. Und genau seit 5 Wochen bat ich darum, doch endlich mal einen Neurologen hinzuziehen zu können. Warum ich da die Ärzte drum gebeten habe? Och Leuts, ich war doch zwischenzeitlich im Krankenhaus, und dort kam ja nix groß raus, außer das meine Symptome angeblich allein von den Nebenwirkungen der SD-Tabletten herrühren. Soweit also dazu.
Heute dann eine interessante Sitzung. Es war nicht die erste Wahl an Neurologen, aber es gibt nur eine Handvoll in dieser Stadt, und einige wollten mich auf Ende November/Anfang Dezember vertrösten. Nein, nein und nochmals nein, aber nicht bei einer eventuellen neurologischen Ess-Störung. Nein, sowas eilt, da kann man schon mal auf den Putz hauen. Gut, also hat Ralfi die Neurologin angerufen, bei der ich 2007 schon mal war - und zu der ich nie wieder gehen wollte. Sie ist eine fähige Ärztin, das kann ich nicht abstreiten, aber man wird eben nicht mit jedem grün. Anfangs war sie mir ein wenig abgeneigt, denn ich hatte vor mehr als 6 Jahren einen Termin bei ihr nicht eingehalten. Wie dem auch sei, sie tippte mit dem bewährten 2-Finger-Suchsystem alles auf, was ich ihr so erzählte. Schließlich laß sie noch in einem Fachbuch nach, was denn so alles bei einer SD-OP passieren könne - das die Stimmbänder beansprucht werden können, das weiß ein jeder mittlerweile. Sollte. Naja, dann kam sie letztendlich auf eine interessante Theorie: der Nervus Vagus, der 10. Hirnnerv, sitzt in der Region um die SD. Ein kleines Hämatom, eine winzige Beanspruchung würde schon reichen, diesen Nerv zu reizen, der u.a. auch für die Speiseröhre und die Kehle verantwortlich ist. Das würde dann erklären, warum mir beim Essen (nach dem Schlucken also) schwindelig wird und sich mein Kopf wie im Krampf zusammenzieht und schmerzt.
Somit also: ab zum MRT! Termin ist eben gemacht, und zwar für den 20.11. Na, bin gespannt. Obwohl ich sagen muß, das ich hoffe... naja, wie auch immer. Das es eben nix Schlimmes ist.

Aha! Jetzt bin ich groggy. Muß heute noch die 2 Liter Zeugs trinken, damit mein Magen und Darm morgen ratzesauber sind. Japp, Magen- und Darmspiegelung. Hach wie freu ich mich drauf... :( Sollte dann dort kein Ergebnis vorliegen, dann dürfte klar sein, das es sich bei dem ganzen Drama nicht nur um die SD-Hormone, sondern um eine neurologische Störung handelt. So, und bis dahin... Kopf hoch, so gut es eben geht.