Herzlich Willkommen bei Soda.s Wor(l)d! :O)

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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Die Gaststätte (2/2)



















 Wie lange er in der düsteren Ecke gesessen hatte, wußte Albert nicht zu sagen. Nach dem dritten Glas Whisky überlegte er, den Heimweg anzutreten. Doch da er nicht wußte, in welcher Gegend er sich befand und wie er zurück auf seinen eigentlichen Weg kommen könnte, wollte er den Wirt befragen.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Gaststätte (1/2)




















 Diesen Weg hatte er schon oft eingeschlagen. Manchmal nahm er einen anderen Weg, wenn er von der Arbeit nach Hause ging, doch dieser war der kürzeste. Heute war es kühl, die Luft feucht und dünn, und trug einen herbstlichen Duft mit sich. Der Abend war hereingebrochen, und seichte Dunkelheit begann die Gassen zu umschlingen. Bodennebel kam auf, und ein Frösteln lief durch Alberts Glieder. Er schlang den Schal fester um den Hals und steckte die Hände noch tiefer in die Taschen seines kurzen Mantels.

Freitag, 26. Oktober 2012

Der Stuhl (3/3)

 Zwei Tage hatte Frank sich nicht bei Emelie gemeldet. Sie war nicht nur nervös, nein, ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Hatte er vielleicht doch endlich mit seiner Frau gesprochen? War er möglicherweise schon dabei, seine Sachen zu packen und zu ihr zu kommen? Oder war er in ein Hotel gezogen? Sie hielt es kaum noch aus vor Anspannung. Ständig schlawenzelte sie ums Telefon herum, stets in der Hoffnung es möge klingeln und Frank möge sich melden. Mit guten Neuigkeiten. Doch nichts tat sich.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Der Stuhl (2/3)

Gredi fühlte sich unausgeruht, unausgeschlafen, obwohl sie länger als sonst im Bett liegen blieb. Es war auch das erste Mal seit - ja, sie konnte sich nicht mal mehr daran erinnern - sehr langem wohl, das sie mit schlechter Laune aufstand. Antriebslos brühte sie sich einen Tee auf und saß lange reglos am Küchentisch. Der Stuhl zog ihren Blick auf sich.
Nachdem sie eine Scheibe Brot, mit nichts weiter als ein wenig Butter bestrichen, lustlos gekaut hatte, ließ sie sich kurzentschlossen auf dem alten Stuhl nieder. Der tiefe Schlaf ließ nicht lange auf sich warten.

Montag, 22. Oktober 2012

Der Stuhl (1/3)


Einer ihrer Bekannten hatte sie beim letzten gemeinschaftlichen Frühstück darauf hingewiesen: sie benötigte unbedingt einen weiteren Stuhl für ihren Küchentisch. 
"Drei Stühle sind irgendwie... naja, es fehlt einer," hatte George gesagt und dabei gelacht.
Und sie stimmte ihm zu. Es fehlte was. Wenn sie so in der Küche saß - und sie hielt sich so gerne in der Küche auf - ertappte sie sich doch recht häufig dabei, wie sie auf den leeren Platz starrte, an dem eigentlich ein weiteres Sitzmöbel hätte stehen können. Es fiel auch jedem, der sie besuchte, direkt ins Auge, wenn sie in die Küche traten: der Tisch stand in der Mitte des Raumes, an drei Seiten je ein Stuhl. Nur zum Durchbruch hin, über den man ins Wohnzimmer gelangen konnte, war ein leerer Platz. 
So entschloss Gredi sich am Sonntag Morgen den monatlichen Trödelmarkt aufzusuchen. Hier würde sich doch bestimmt was Passendes finden, dachte sie.

 Wie es Trödelmärkte so an sich haben hält man sich meist länger auf ihnen auf, als man es eingeplant hat. So erging es auch Gredi, die sich nach fast zwei Stunden Bummelei mit einem gefüllten Korb voller Nippes und Kleinkram über den Markt schlendern sah. Doch wonach sie suchte, hatte sie noch nicht ausfindig machen können.

Donnerstag, 20. September 2012

Arnold vom Amazonas - ein Experiment - Teil IV


Und hier geht es nun weiter mit Arnolds Abenteuer Teil III. Dann wollen wir mal sehen, wie es weitergeht...

Arnold... Teil IV

Sonntag, 9. September 2012

Arnold vom Amazonas - ein Experiment Teil II

Den 1. Teil unseres (=Eddi Brent & meine Wenigkeit) experimentellen Abenteuers findet ihr hier!

Arnold vom Amazonas - Teil zwo

Samstag, 29. Oktober 2011

- Magie steckt in jeder Karte -



Er betrachtete den Mann im Schaukelstuhl einen Moment verstohlen von der Tür aus. Der Mann wippte immerzu vor und zurück, vor und zurück, die Hände fest auf die Armlehnen gepreßt, die Finger in das alte Holz gekrallt. Stur starrte er vor sich auf den Boden, mit fahlem Gesicht und starren, glasigen Augen.
"Sind Sie Tom Broon?" fragte der Mann von der Tür aus schließlich.
Der Mann im Schaukelstuhl zeigte erst keine Reaktion, doch dann hielt er abrupt mit dem Schaukeln inne und betrachtete seinen Besucher abweisend. Endlich nickte er. Der Mann, ein Detektiv, der von Broons Familie engagiert worden war, um die Umstände, die ihn in diese Einrichtung gebracht hatten, aufzuklären, trat an

Freitag, 28. Oktober 2011

- Spiegelverkehrt -

Er saß auf seiner Pritsche und hatte das Gesicht, tränenüberflutet, in die Hände gestützt. Er konnte es nicht fassen. Zu dem Schock, den er noch lange nicht hatte verarbeiten können, kam die Erkenntnis, das er hier sehr lange Zeit würde verbringen müssen. Ein angstvoller Schauer durchlief ihn und er schüttelte sich, als wolle er etwas von der Last, die auf seinen Schultern lag, abwerfen.
Er sah immer wieder die schrecklichen Bilder vor seinem inneren Auge, und so konnte er keine Ruhe finden. Geschlafen hatte er, seit er hier war, wohl nicht mehr als zwei Stunden. Und das lag nun fast drei Wochen zurück.

- Die Schere -

  Begonnen aus Geldmangel hatte sie ein Hobby in der Näherei gefunden. Mittlerweile war es ihre Passion, und sie liebte es, sich die Schnittvorlagen so abzuändern, wie sie es haben wollte. Ihre Kreationen waren nicht nur modern, sondern ausgeflippt, exzentrisch und etwas Besonderes. Viele Leute hatten sie schon darauf hin angesprochen, woher sie denn ein bestimmtes Kleidungsstück habe, und wenn sie sagte, das sie es selber entworfen und genäht habe, leuchteten ihre Augen voller Freude und Stolz. Aus der Nachbarschaft kamen oft Bekannte, die sich von ihr ihre Kleidung umändern, abändern oder aufpeppen ließen.

Montag, 24. Oktober 2011

- 7:21 Uhr -

Mobil sein, immer on the top, überall und jederzeit erreichbar, das wollten doch alle heutzutage. Aber nicht Shaun. Bei all der Technik, die ihn am Arbeitsplatz umgab, beschränkte er sich privat doch eher auf das, was er für seine Bedüfnisse als wichtig erachtete - minimalistisch mußte alles sein, und je weniger Technik, umso besser. So sagte er sich sein Leben lang. Das Neue, das war vergänglich, das war heute schon von gestern. Doch auf die alten Dinge war Verlass. Und so war es nicht erstaunlich, das er eine alte Taschenuhr besaß, die

Sonntag, 23. Oktober 2011

- Die Kerze -

- 1 -


Das Haus lag auf einer Klippe, ruhig und robust reckte es sich dem Meer entgegen. Sie hatte sich auf Anhieb in diesen Ort verliebt - abgeschieden, still und voller Kraft. Vor der Einsamkeit und der Ruhe hier hatte sie keine Angst, im Gegenteil, sie freute sich darauf hier allein mit sich und dem Wasser zu sein,  fernab der Städte und der Hektik der Menschen. Ein Mal in der Woche sollte ein Postschiff hier anlegen - ansonsten war sie auf sich allein gestellt.
Odette war ein wenig müde und schlapp vom Umzug. Viel hatte sie nicht mitgenommen, doch einige Dinge waren ihr ans Herz gewachsen. Sie hatte alles verstaut und eingeräumt, und draußen war der Tag von der Nacht abgelöst worden. Ihr taten die Knochen weh und sie wollte früh zu Bett gehen, um sich am nächsten Morgen ganz früh ausgeruht und frisch mit der neuen Umgebung vertraut zu machen.

Samstag, 22. Oktober 2011

- Das unheimliche Quietschen -

Leise prasselte der Regen ans Fenster. Das metallische Ploppen, wenn die Tropfen auf das Fensterbrett platschten, störte ihn schon lange nicht mehr. Hier regnete es so oft, das er es als beruhigend empfand, wenn es plätscherte. Fest in seine Decke gemummelt lag er im Bett und atmete ruhig. Sein Schlaf war tief und er träumte von blühenden Gärten und Früchte tragenden Bäumen.
Doch plötzlich schreckte er auf. Er hatte etwas vernommen - was nur war es gewesen? Einen Moment war er verwirrt, wußte nicht wo er war und was geschehen war. Er glaubte, es sei etwas in seinem Traum gewesen,

Vorab

Ich möchte hier einige Kurzgeschichten einbringen. Um alle Geschichten lesen zu können, klickt der geneigte Leser bitte einfach auf "Kurzgeschichten"!  ;) 


Ich wünsche gute Unterhaltung und viel Spaß beim Lesen!


Aus aktuellem Anlass beginne ich mit Halloween-Kurzgeschichten. Ich wünsche fröhliches Gruseln!