Nach unserem (letzten) fruchtlosen Besuch im Krankenhaus bin ich Mittwochs mit einem komischen Gefühl aufgestanden. Ich konnte - natürlich - wieder schlecht schlafen. Mittlerweile penne ich gegen 0:30 Uhr ein, werde um 4 Uhr wach, und kann dann gegen halb/viertel vor sieben nochmal eine halbe Stunde leicht schlafen,
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Sonntag, 10. November 2013
Samstag, 9. November 2013
Notaufnahme die 3. - wir probieren mal die HSK
Dienstag war es, und mir ging es - oh nee, ne, ist net wahr! - mal wieder schlechter. Der Schwindel, bei dem es sich um einen fiesen Schwankschwindel handelt, ist stärker und stärker geworden. Schon Montags konnte ich mich kaum auf dem Stuhl halten, und auch im Liegen wurde es immer schlimmer. Das Gefühl, das ständig alles auf mich zukommt, der Boden wankt unter meiner Füßen, ich kaum noch laufen konnte (kann) - nicht selbständig, daran ist nicht zu denken zur Zeit - wurde so heftig, das selbst Ralfi sehen konnte, wie ich wackelte als ich am Tisch saß - und das mit gerade angelehntem Rücken. Und was soll ich sagen - nix ging mehr. Ich konnte auch nicht essen, so sehr ich mich bemühte, mich nicht zu verkrampfen. Tränen flossen in Strömen, ich konnte mich kaum noch zusammenreißen.
Ralfi rief sofort die Neurologin an - und die meinte eiskalt:
"Dann müssen Sie in die Notaufnahme, ich kann da nichts für Sie tun." Bißchen freundlicher wäre schön gewesen, aber bei dieser Frau... die Schneekönigin ist warmherzig dagegen.
Ein Anruf beim Hausarzt brachte eine andere Wendung:
"Gehen Sie doch mal zum HNO, vielleicht sitzen die Ohrkristalle nicht richtig. Das kann durchaus zu starkem Schwindel führen."
Okay, also machten wir uns auf den Weg zum HNO-Doc (Dr. Krause, ein toller Arzt). Der Weg dorthin war eine Qual, denn es war so windig, das es mich fast umhaute. Ich bin zwar (noch) nicht gänzlich vom Fleisch gefallen, aber ich wankte und wackelte, als sei ich auf einem Schiff. Ich klammerte mich an Ralfi fest, der überaus schlechte Laune hatte. Was ihm nicht zu verdenken war...
Nach einem kleinen Kreislauf-Blackout (ein anderes Wort habe ich dafür nicht mehr nach all den Wochen), kamen wir endlich beim HNO an. Und was war? Er war krank. Lungenentzündung (gute Besserung an dieser Stelle, lieber Dr. Krause!). Schlimm. Die MTA sagte, wir sollen in die HSK, wenn es so schlimm sei mit dem Schwindel, denn auch der Vertretungsarzt würde uns dort vermutlich hinschicken.
Gesagt, getan. Ab in den Bus, dann in die HSK gurken. Ach Mensch! :( Zuerst kam ich tatsächlich nach nicht mal 20 Minuten dran, eine superjunge (ich sag ja, es gibt anscheinend nur noch 12-jährige Ärzte) Neurologin untersuchte mich, befragte mich, dies und das. Ich solle beim HNO vorsprechen. Okaaay. Dort kamen wir dann nach knapp einer Stunde dran. Diese Ärztin war der Brüller - meinte sie tatsächlich, meine Nebenhöhlen seien frei (was nicht sein kann, denn meine rechte NH ist chronisch zu), und auch sonst sei alles in Ordnung. Den schrecklich verkohlten Geruch könne sie sich nicht erklären, das müsse am Kopf liegen. Ich solle jedoch wegen dem Schwindel, auch wenn sie jetzt so nix feststellen könne, noch einen Hörtest machen. Solange ab ins Wartezimmer.
3 Stunden (!) später, Ralfi so einen Hals geschoben, kamen wir dann endlich mal dran. Der Hörtest dauerte - wer schon mal einen gemacht hat, weiß ja, das das keine Äktschn ist - knapp 5 Minuten. Fertig. Alles bestens bei mir. Jedenfalls von der HNO-Seite aus. Warum wir so lang warten mußten: die MTA hatte meine Akte verschlampt. Schön zu wissen, das doch so viel Wert auf die Unterlagen gelegt werden!
Weitere 1,5 Stunden später kam ich dann wieder bei der Neurologin dran. Ich sagte ihr alles, was so in mir vorging, und mir ging es so richtig elend. Aber ich war den Tag über recht still, hab nur gesessen (wie auch immer, das weiß ich selber nicht genau), versucht mich ruhig zu halten, und hab eben einfach gewartet, das was rauskommt. Ich dachte, die würden mich dort endlich ins MRT stecken - aber nein, die Neurologin meinte, ich solle den Termin am 20.11. wahrnehmen, dann könne man weitersehen.
Aha.
Sie müsse mich leider nach Hause schicken, denn sie hätten keine Betten frei. Sie hoffe, das ich klarkomme, und sie würde uns noch einen Brief für den Hausarzt mitgeben.
So, das Gespräch dauerte nochmal gut 30 Minuten, und sie war auch lieb und nett, die Kleine. Aber... alles was unter 45 Jahre als ist, ist für mich nicht ernstzunehmen. Sorry, Leute, ein Arzt braucht Erfahrung! Wenn ich mit dem Rauchen aufhören will, dann wende ich mich ja auch nicht an einen Nichtraucher, sondern frage jemanden, der lange selber an der Fluppe gehangen hat, wie er es geschafft hat. Pfft, auf diesen Kindergarten kann ich gerne verzichten, so schnuckelig die Kleene auch war.
Tja, und so ging es ergebnislos nach Hause - und sehr enttäuscht und müde und kaputt und traurig und groggy. Wieder umsonst dort gewesen. Wieder mal kein Ergebnis. -.-
Ralfi rief sofort die Neurologin an - und die meinte eiskalt:
"Dann müssen Sie in die Notaufnahme, ich kann da nichts für Sie tun." Bißchen freundlicher wäre schön gewesen, aber bei dieser Frau... die Schneekönigin ist warmherzig dagegen.
Ein Anruf beim Hausarzt brachte eine andere Wendung:
"Gehen Sie doch mal zum HNO, vielleicht sitzen die Ohrkristalle nicht richtig. Das kann durchaus zu starkem Schwindel führen."
Okay, also machten wir uns auf den Weg zum HNO-Doc (Dr. Krause, ein toller Arzt). Der Weg dorthin war eine Qual, denn es war so windig, das es mich fast umhaute. Ich bin zwar (noch) nicht gänzlich vom Fleisch gefallen, aber ich wankte und wackelte, als sei ich auf einem Schiff. Ich klammerte mich an Ralfi fest, der überaus schlechte Laune hatte. Was ihm nicht zu verdenken war...
Nach einem kleinen Kreislauf-Blackout (ein anderes Wort habe ich dafür nicht mehr nach all den Wochen), kamen wir endlich beim HNO an. Und was war? Er war krank. Lungenentzündung (gute Besserung an dieser Stelle, lieber Dr. Krause!). Schlimm. Die MTA sagte, wir sollen in die HSK, wenn es so schlimm sei mit dem Schwindel, denn auch der Vertretungsarzt würde uns dort vermutlich hinschicken.
Gesagt, getan. Ab in den Bus, dann in die HSK gurken. Ach Mensch! :( Zuerst kam ich tatsächlich nach nicht mal 20 Minuten dran, eine superjunge (ich sag ja, es gibt anscheinend nur noch 12-jährige Ärzte) Neurologin untersuchte mich, befragte mich, dies und das. Ich solle beim HNO vorsprechen. Okaaay. Dort kamen wir dann nach knapp einer Stunde dran. Diese Ärztin war der Brüller - meinte sie tatsächlich, meine Nebenhöhlen seien frei (was nicht sein kann, denn meine rechte NH ist chronisch zu), und auch sonst sei alles in Ordnung. Den schrecklich verkohlten Geruch könne sie sich nicht erklären, das müsse am Kopf liegen. Ich solle jedoch wegen dem Schwindel, auch wenn sie jetzt so nix feststellen könne, noch einen Hörtest machen. Solange ab ins Wartezimmer.
3 Stunden (!) später, Ralfi so einen Hals geschoben, kamen wir dann endlich mal dran. Der Hörtest dauerte - wer schon mal einen gemacht hat, weiß ja, das das keine Äktschn ist - knapp 5 Minuten. Fertig. Alles bestens bei mir. Jedenfalls von der HNO-Seite aus. Warum wir so lang warten mußten: die MTA hatte meine Akte verschlampt. Schön zu wissen, das doch so viel Wert auf die Unterlagen gelegt werden!
Weitere 1,5 Stunden später kam ich dann wieder bei der Neurologin dran. Ich sagte ihr alles, was so in mir vorging, und mir ging es so richtig elend. Aber ich war den Tag über recht still, hab nur gesessen (wie auch immer, das weiß ich selber nicht genau), versucht mich ruhig zu halten, und hab eben einfach gewartet, das was rauskommt. Ich dachte, die würden mich dort endlich ins MRT stecken - aber nein, die Neurologin meinte, ich solle den Termin am 20.11. wahrnehmen, dann könne man weitersehen.
Aha.
Sie müsse mich leider nach Hause schicken, denn sie hätten keine Betten frei. Sie hoffe, das ich klarkomme, und sie würde uns noch einen Brief für den Hausarzt mitgeben.
So, das Gespräch dauerte nochmal gut 30 Minuten, und sie war auch lieb und nett, die Kleine. Aber... alles was unter 45 Jahre als ist, ist für mich nicht ernstzunehmen. Sorry, Leute, ein Arzt braucht Erfahrung! Wenn ich mit dem Rauchen aufhören will, dann wende ich mich ja auch nicht an einen Nichtraucher, sondern frage jemanden, der lange selber an der Fluppe gehangen hat, wie er es geschafft hat. Pfft, auf diesen Kindergarten kann ich gerne verzichten, so schnuckelig die Kleene auch war.
Tja, und so ging es ergebnislos nach Hause - und sehr enttäuscht und müde und kaputt und traurig und groggy. Wieder umsonst dort gewesen. Wieder mal kein Ergebnis. -.-
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!_OS,
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Symptomatik
Samstag, 5. Oktober 2013
Krankenhaus die 2. - Mittwoch (02.10.13)
Um 7:00 Uhr, da hat man als Kranker ja eh nix anderes zu tun, wird die Zimmertür aufgerissen, Licht geht an, Pfleger trampelt rein. Ich sage ihm, als er mich blutdruckt und termometert (100/60, Puls 72, 36,3°C), das ich seit einigen Tagen Halsweh hab, trockenen Hals, leichten Husten. Sagen Sie dann gleich dem Arzt bescheid, wenn er kommt. Er nickt vertrauensvoll, als wäre das eine Tatsache, das binnen kürzester Zeit die Visite stattfindet. Naja, denke ich, lecko mio.
Um kurz vor zehn kann ich zum ersten Mal seit einer Woche auf die Toi. Wie soll das auch gehen, wenn man nicht richtig essen kann? Hat mir noch keiner verraten. Naja, hier eh nicht, denke ich.
Um 10:15 Uhr bekomme ich ein schweres Gefühl im Kopf, der sich zusammenzieht, und mir wird mit einemmal eisekalt. Ich bibbere und gehe unter die Zudecke.
Ralfi kommt, wir laufen mal kurz durch den Flur, aber entfernen uns nie sehr weit vom Zimmer, weil wir die Visite nicht verpassen wollen. Aber da kommt nix, und Ralfi geht vor dem Mittag wieder heim.
Ich schiebe mittlerweile richtig Kohldampf, es ist Mittags, und ich warte sehnsüchtig auf das Essen. 13 Uhr öffnet sich die Tür, und das Tablett wird mir vor die Nase gestellt. Naja, lecker ist was anderes, aber ich hab Hunger. Einen Bissen schaffe ich, dann klopft es wieder, und ein Doktor kommt rein, der sich als Neurologe vorstellt. Hui, denke ich, der ist mal mein Alter! Also ein richtiger Arzt, und ich entspanne augenblicklich. Allein, das überhaupt endlich mal ein Neurologo reinschaut, wo ich so Angst um meinen Kopf habe, wegen all der Krämpfe... Ich erzähle ich also davon. Er fragt dies und das, wann ich das letzte Mal Krämpfe hatte, wie häufig und all das, wann das letzte EEG gemacht wurde und sowas... Er macht ein paar Tests (Hinstellen, Finger auf die Nase, Reflexklopfen etc.) und sagt, das es sich bei den Krämpfen um keine neurologische Störung handelt. Das sei das Calcium, so wie er das jetzt beurteile, das alles trete tatsächlich nur im Zusammenhang mit der (nicht mehr vorhandenen) Schilddrüse auf. Ich brauche mir keine Sorgen um meinen Kopf machen, man könne andere neurologische Untersuchungen - wie EEG - für einen späteren Zeitpunkt anberaumen, das solle ich dann mit meinem Hausarzt abklären. Okidoki, denke ich, ein wenig beruhigt. Ein wenig aber nur. Ehrlich? Nicht wirklich. Ich habe ihm gesagt, das mir das Angst macht, und er sagt, das ist normal, auch das wird von der SD gesteuert, von den SD-Hormonen vielmehr. Diese haben als Begleiterscheinung Angstzustände und Panikattacken. Ich solle versuchen, mich zu entspannen, wenn solch ein Anfall kommt, und mir sagen, das es nichts mit meinem Kopf zu tun hat. Okay, ich versuche es, denke ich, und weiß jetzt schon, das das nix wird. Also das Fazit der neurologischen Untersuchung: ich bin topfit, um es auf den Punkt zu bringen. Neurologisch jedenfalls.
Um 13.10 Uhr kann ich dann endlich bissi essen. Ich schaffe sogar relativ viel, wenn auch - natürlich - wieder nur im Schneckentempo. Als Ralfi wieder nach mir sehen kommt, war noch immer keine Visite in unserem Zimmer. Die beiden Damen und ich haben schon spekuliert, das unser Zimmer wohl gern gemieden wird, weil am Ende vom Gang, da vergißt man das leicht. Ich spekuliere für mich im Oberstübchen, das es vielleicht an der Luft hier drin liegt. Heute war mal das Fenster auf, für ungefähr eine Stunde, ein kleines Kippfenster recht weit unten (auf Betthöhe), das einen Raum von ca. 30 m² durchlüften sollte... nun denn. Wie auch immer, Ralfi und ich laufen immer mal ein bissi rum. Auf dem Flur, damit wir nix verpassen, und wir sehen bei jedem Gang - wir gehen so alle 25-30 Minuten - den Arzt, dessen Bekanntschaft ich bereits Sonntags machen durfte, mit einer jungen Ärztin beratschlagen. Sie stehen in einer Nische und reden und reden und reden. Jedesmal wenn wir auf den Gang treten.
16:25 Uhr geht endlich die Zimmertür auf, nachdem die 3 Ärzte (er, und zwei sie's) ungefähr zwanzig Minuten davor gestanden und unüberhörbar über uns gesprochen haben, und die Visite fängt auch gleich mit mir an.
"Ihre Werte sind sehr gut, die haben sich jetzt eingependelt," sagt Dr. "der-Körper-ist-kein-universelles-Wesen". "Und deshalb lassen wir Sie jetzt fliegen, Sie können also jetzt nach Hause."
Hä? Das ist alles?
"Ja, wie, und wovon... ? Und wieso... ?" So viele Fragen hab ich noch.
Um es kurz zu machen - und es ist genau so, wie Ralfi es mir an eben diesem Morgen sagte, nachdem er nämlich das Internet konsultiert und sich den Beipackzettel der SD-Hormon-Tabletten durchgelesen hat (den wir nicht mehr haben, sondern der bei meinem Hausarzt liegt): das sind alles Nebenwirkungen der Tabletten, die ich zur Zeit zeige, in zwar verstärkter Form, aber das rührt daher, das sich meine Hormone noch nicht eingestellt haben im Zusammenspiel mit den Tabletten. Da mir nach der OP keinerlei Medikament verabreicht wurde, hat mein Körper erstmal alle Hormone aufgebraucht, die noch gespeichert waren. Resthormone sind ja auch ohne SD noch im Körper vorhanden und werden, bis zu einem gewissen Grad, ausgeschüttet. Doch letztendlich, wenn dann die Hormon-Produktion komplett eingestellt wird, weil der Körper eben keinen Hormon-Lieferanten mehr hat, zeigen sich eben diese Symptome. Und das wird schlimmer, wenn man nicht - was ja zu Beginn auch gar nicht geht - die richtige Dosis an SD-Hormonen verabreicht bekommt. Ich solle die Hormone von 150 nun direkt anderntags auf 125 µg hinuntersetzen, denn meine Werte würden sich ja jetzt noch nach und nach immer ein klein wenig angleichen.
Fazit: hätte ich also direkt nach der OP Tabletten bekommen, wäre mir all das erspart geblieben. Auch, das ich noch immer nicht richtig essen kann, mein Kreislauf bei jeglich warmen Essen und Getränken schlapp macht, ich gegen Mittag/Nachmittag extreme Schwindelanfälle und Panikattacken bekomme... das hätte ich alles von der Backe, wenn... aber das nutzt ja jetzt nun nix, ich muß damit leben, wie es jetzt ist, so schwer es mir fällt.
Wir sind dann also nach Hause, wo ich um 21:30 Uhr einen heftigen Schwindelanfall beim Trinken einer lauwarmen Gemüsebrühe bekam. Bis dahin war an dem Tag nix mehr, außer das ich sehr wackelig auf den Beinen war, mir immerzu schummrig war und ich mich allgemein unwohl fühlte. Also wie immer in den letzten Wochen...
So, das war mein Krankenhaus-Aufenthalt, der 2. also in Sachen Schilddrüse. Von nun an folgen täglich nur noch Bestandsaufnahmen, wie ich mich gefühlt habe, um denjenigen einen Überblick zu verschaffen, die selber mit der SD zu tun haben. Es ist schwer, bei so einer riesigen Auswahl im Internet, auf die gleiche Symptomatik zu treffen. Vielleicht bringt es dem ein oder anderen etwas, der seine Symptome mit meinen abgleichen kann. Wie ich erfahren habe, ist es bei mir sogar noch glimpflich abgegangen, mein TSH-Wert lag ja bei 34, mittlerweile liegt er wohl um die 3,4-3,6. Es gibt da ganz andere Fälle, und ich bin in Gedanken bei all diesen Menschen, denen es noch schlechter geht als mir.
Und übrigens - und das geht an Adressen wie die meiner lieben Frau Mama und andere "Härtner": mit 'nem kalten Waschlappen auf die Stirn ist es nicht getan! Ich bin nicht der erste Fall, der wegen dieser oder ähnlicher Symptome ins KH kam, und bei dem die Ärzte erstmal vor einem Rätsel stehen. Statt das sich dort mal jemand die Packungsbeilage durchgelesen hätte, tackern sie mich mit ihren Untersuchungen zu, die rein gar nichts mit dieser Sache zu tun haben.
Naja, in diesem Sinne. Ich hoffe, es ist so, wie Ralfi es mir gesagt hat: es wird jetzt jeden Tag besser. Ich müßte nur noch anfangen, daran zu glauben... aber wie das eben so ist: was ich nicht fühlen kann, kann ich nicht glauben. Also, bis dahin dann!
Thema:
!_OS,
dazwischen,
JoHo,
Krankenhaus,
Schilddrüse
Krankenhaus die 2. - Dienstag (01.10.13)
Der Pfleger, der morgens um 7 Uhr reinplatzt, stellt mir eine fette Tablette auf den Nachttisch. "Kalium," sagt er dazu. Ach, echt jetzt? "Wieso morgens? Ich hab die die letzten Tage immer gegen Nachmittag bekommen." "Sollen Sie jetzt morgens nehmen, die Werte sind noch ein bißchen niedrig." "Vor oder nach dem Frühstück?" frage ich, schon Angst in der Stimme. "Egal. Können Sie auch mit dem Frühstück nehmen." Okay, so mache ich es. Gegen 8:45 Uhr ist das Frühstück da, um zehn vor neun trinke ich einen kleinen Schluck Kalium, beiße ins Brötchen (nicht, das man das wirklich einen richtigen Bissen nennen kann, lediglich ein Fitzelchen vom Rand ist weg)... und aus ist es. Ich gehe um, sozusagen. Mit dem Kribbeln der linken Hand beginnt es, zieht sich dann wieder den ganzen Arm hoch, linke Schulterseite krampft, linke Kopfseite kribbelt und bitzelt. Beide Hände kribbeln dann sehr stark, also auch rechts, ganz neu heute. Mein kompletter Kopf - auch das heute neu! - hat ein Gefühl wie von "einschlafen": bizzeln, kribbeln, kalt werden, absterben... ein allgemeines Taubheitsgefühl am Kopf, linke Seite noch etwas mehr betroffen (linke Zungenseite, ganz komisch, ist aber so, wirkt taub).
Gegen 9:50 Uhr ist der Anfall rum, Ralfi kam kurz nachdem er begonnen hatte. Ich habe Tränen in den Augen, als ich ihn zur Tür reinkommen sehe, fühle mich ganz mies. Bin deprimiert und hoffe, es kommt endlich mal ein Arzt während eines Anfalls, nicht erst immer danach!
Ja, da kommt tatsächlich ein "Arzt". Ich muß sofort an "Scrubs" denken - naja, eher noch an "Kindergarten". Die sehen alle aus, diese komischen Ärzte hier, als wären sie 12 Jahre alt. Mann, ist doch nicht wahr, wo sind denn die erfahrenen Ärzte? Der Typ labert und labert. Ich glaube, er hört sich gern selber reden. Meine beiden (älteren) Zimmernachbarinnen finden ihn ganz toll, er nähme sich so viel Zeit und erkläre alles so genau. Doch ich höre außer "laber, laber, blubberbla" gar nichts. Keine Ahnung, die Werte wären soweit ganz gut, blabla, ich dürfe halt nicht durch den Mund ein- und ausatmen, da die Gefahr der Hyperventilation bestehe und ich so auch das Calcium, das in den Lungen undsoweiter sitzt, ausstoßen würde. Damit sinke dann der Calcium-Haushalt und der Körper brauche wieder enorme Kraft, das auszugleichen, weshalb ich dann auch so ein Bizzeln im Kopf habe... aha. Also an sich genau das, was mir eine Woche zuvor schon mein Hausarzt (der neue) erklärt hat?! Nichts weiter? Der Laber-Arzt ist nicht so angetan, als ihm sage, das genau das mein Hausarzt auch gesagt hat, das mit dem Calcium. Er redet und redet, und dann sagt er, er würde mir gleich eine Beruhigungspille geben, die solle ich nehmen, dann ginge es auch mit dem Essen besser und ich würde ein wenig entspannen. Naja, gut. Ich steh ja so auf Pillen. (Sagte ich schon "kotz, würg"?) Sie wären ja hier, um mir zu helfen, ich müsse ihnen dann auch etwas entgegen kommen. Leicht gesagt von jemandem, der mit seinen 12 Jahren so glücklich ist, und man selber liegt da mit Krämpfen und Ängsten.
Ich lasse die Tablette trotzdem weg, bis ich gegessen habe, egal was Dr. 12-Jahre-alt sagt. Die macht mich zu 'nem Zombie, sage ich zu Ralfi, ich kenne diese Sch****-Tranquilizer. Ein halbes Brötchen schaffe ich, da ist es 10:30 Uhr. Und um 10:40 Uhr nehme ich die Pille. Die steckt man sich unter die Zunge, soll wohl nix Dolles sein, und dann löst die sich auf, weg und gut ist. Okay, mehr als das meine Augen schwer wie Blei werden passiert auch nicht.
12:45 Uhr, Ralfi ist weg, da kommt 'ne Schwester rein (ja, eine von den zahllosen, ich blick schon net mehr durch), die sagt, sie will mir das Langzeit-EKG abnehmen. Ich sage:
"Nein, das soll 24 Stunden dran bleiben, bis halb vier heute Nachmittag. Und so lange bleibt das auch dran!"
Erschrocken geht sie wieder aus dem Zimmer.
Um 13 Uhr kommt das Mittagessen. Dieses schaffe ich tatsächlich zu 3/4, scheint also doch ein wenig zu stimmen, das die Pille, die ich eingeworfen habe, das Essen bissi erleichtert. Dennoch spüre ich von der prophezeiten Entspannung, die sie auslösen soll, nicht das Geringste.
Um 13:40 Uhr kommt ein ziemlich komischer Pfleger, seltsam deshalb weil er zu Anfang die Handschuhe vergißt... weia, meine Augen weiten sich panisch, ohne Handschuhe! Er nimmt mir Blut über die Arterie ab, die direkten Calcium-Blut-Werte sollen nachgemessen werden. Das ist so eine richtig unschöne Sache, aber es geht noch. Tut nicht so dolle weh, wie ich dachte.
14:10 Uhr, ich hab nur rumgelegen zwischen den "Besuchen", die mich heute malträtieren, denn zum Lesen fehlen mir Konzentration und Nerven, und zum Fernsehen einfach der Bock, kommt dann das übliche Prozedere: Blutdruck/Puls-Messen, Temperaturmessen. 100/60, Puls bei 72, Temperatur bei 36,9°C. Okay, alles wunderbar, sagt der Pfleger. Naja, wenn der es sagt.
Um 15:30 Uhr gehe ich mit Ralfi los, der derweilen wieder eingetrudelt ist, um das Langzeit-EKG-Gerät endlich loszuwerden. War nicht angenehm, die Nacht, wußte ja nicht, wie ich mich hinlegen soll ohne das es überall drückt und ziept. Naja, binnen von einigen Minuten bin ich das Teil los. Die eine Schwester pampt noch, die würden seit Stunden auf das Teil warten. Ich gebe eben das zurück, was ich der anderen Schwester schon sagte: das das Teil 24 Stunden dran bleiben sollte, so wurde es mir gesagt, fertig aus.
Um 15:40 Uhr, man mag es kaum glauben, kommt Dr. 12-Jahre-alt und meint, er müsse mir nochmals Blut über die Arterie abnehmen. Ich freu mich, weil es ja soo toll war! Die erste Abnahme sei wohl irgendwie fehlgeschlagen (das könnte die Abwesenheit großen Schmerzes erklären, den man ja empfinden soll, wenn einem auf diese Art Blut entnommen wird).
"Schon" um (hahaha) 17:50 Uhr, als Dr. 12-Jahre-alt gerade Feierabend machen will (er hat schon private Montur an), sind die Ergebnisse der arteriellen Blutabnahme da. Der junge Arzt hatte nur vergessen, mir bescheid zu sagen. Alle Werte sind gut, sagt er. Noch ehe er sich entweder in langen Reden ergehen oder einfach verabschieden kann, spreche ich ihn auf die Kalium-Tablette an, von der mir ja augenscheinlich jedesmal - gelinde ausgedrückt - alles runtersackt. Die soll ich jetzt weglassen, ab morgen dann.
Der restliche Tag geht - was ein Glück! - ereignislos zur Neige. Geraucht habe ich seit Sonntag nicht mehr, naja, rauchen kann man das auch nicht nennen, ich hatte lediglich 2-3 Züge von einer Kippe gepafft. Danach hatte ich wohl einen Nikotin-Flash (ja, soll man nach OPs manchmal bekommen, aber 4 Wochen später?) und habe mir gesagt, ich rauche erstmal nicht, bis es mir nicht wieder richtig gut geht. Somit bin ich wohl zur Zeit ein nichtrauchender Raucher.
Thema:
!_OS,
dazwischen,
JoHo,
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Schilddrüse
Krankenhaus die 2. - Montag (30.09.13)
Stundenweise habe ich geschlafen, nicht viel, aber insgesamt waren es wohl um die 4-5 Stunden. Frühstück klappt, halbes Brötchen hab ich wohl runter bekommen. Hat ungefähr 30 min. gedauert, aber immerhin. Trinke deutlich weniger Wasser. Donnerstag (1. Mal Notaufnahme) waren es mehr als 6 Liter, heute bin ich auf ungefähr 3-3,5 Liter runter. Habe leichte Halsschmerzen, trockenen Hals, als würde ich eine Erkältung kriegen.
Ralfi ist wieder gegen 9:30 Uhr bei mir. Der Morgen bis zum Mittag läuft weitgehend gleich ab: der Versuch, etwas zu essen; ruhe mich dann eine halbe Stunde aus, dann laufen wir eine Runde. Wenn es mir "gut" geht (heißt: wenig Symptome), gehen wir an die Luft. Ich kann nicht weit laufen, bin wackelig auf den Beinen, die wie Pudding sind. Der Boden scheint immer noch unter mir wegzugleiten, sobald ich auftrete. Bei jedem Schritt Schwindel. Gegen 11:30 Uhr geht Ralfi nach Hause.
Um kurz vor halb drei kommt eine Schwester rein, ich solle mir ein Langzeit-EKG-Gerät abholen. Sie erklärt mir den Weg, doch noch auf dem selben Flur bin ich kurz vor der Verzweiflung, da ich nicht den richtigen Aufzug finden kann. Ich bin verwirrt, kann mich nicht konzentrieren, der Schwindel ist so stark, das ich ganz langsam laufen muß und mich an der seitlichen Metallbrüstung festhalten, um nicht vornüber zu kippen. Mit Mühe und Not finde ich die EKG-Abteilung, muß dort noch mehr als eine Dreiviertelstunde warten. Trinke zwei Becher Wasser, langweile mich, bin froh, das mir nicht so schummrig ist, während ich hier sitze.
Um 15:30 Uhr habe ich das Langzeit-EKG-Gerät umhängen. Dieser Dummbatz hat es so blöde befestigt, mir die Schnüre nach oben aus dem Hemdchen rausgezogen, mir das Aufzeichnungsgerät dann quer über die schmerzenden Schultern gehängt und alles miteinander vertapet... Mann, was ein Rindvieh! Ich lasse es so um, um Ralfi zu zeigen, wie doll der Typ war, der mir das Gerät umgehängt hat. (Ralfi rollt, als er gegen 16:30 Uhr kommt, mit den Augen, war ja klar! Was für ein Dödel, sagt er.)
Übrigens: mittlerweile befinde ich mich auf der Internistischen! Und zwar in einem 3-Bett-Zimmer. Schön, gelle?! Hier darf man nicht lüften, weil die Dame, die am Fenster liegt, sonst tierisch friert. Die Luft ist stickig und stinkt verbraucht, nach Darmwinden und sonstwas. Sehr appetitanregend... (das "kotz, würg", das ich dachte, als ich ins Zimmer kam, spare ich mir an dieser Stelle). Genau die richtige Luft für jemanden, der es mit dem Kreislauf hat.
Gegen 16:30 Uhr bekomme ich eine Kalium-Brausetablette. Die Schwester sagt: "Ihre Kalium-Werte sind noch ein bißchen niedrig." Kenn ich auch schon, den Spruch. Also als her mit der fetten Brausetablette. Und auch als her mit den - rischtisch! - 30 Minuten später auftretenden Krämpfen und dem ganzen Gedöns. Super. So gegen 17 Uhr gehts richtig los. Das rechte Bein (Wade) krampft in einer Tour; meine Hände, diesmal beidseitig, kribbeln bis zum Oberarm; die Schultermuskulatur, Nackenmuskulatur und Hinterkopf ziehen sich alle Sekunden zusammen, verkrampfen und machen mir - aufgrund der Heftigkeit der Krämpfe - ein normales Atmen unmöglich. Ich atme tief durch Mund ein und aus. Leider immer schneller. Hyperventilation ist das wohl schon, ohne das ich es merke, denn das Ein- und Ausatmen durch den Mund scheint mich zu beruhigen und auch meinen Puls und Herzschlag im Normalbereich zu halten (denke ich bis dahin jedenfalls).
Nach einer Viertelstunde kommt eine Schwester, die meint, sie rufe mal den Arzt. Irgendwann, während wir auf den Arzt warten, bekomme ich ein warmes Kirschkernkissen. Tut sehr gut im verkrampften Nacken, durch die Hitze sinkt allerdings mein Kreislauf augenblicklich wieder ab, ich lege mich erneut hin. Ruhig atmen. Ich kann nicht mehr. Tränen laufen meine Wangen hinunter, meine Lippen sind rauh und ausgetrocknet, ich habe entsetzlichen Durst, kann nicht richtig schlucken/trinken, nur winzig kleine Nippis am Becher, um meine trockene Kehle zu befeuchten.
Die Attacke hält knapp eine Stunde und 15 Minuten an.
Was die Ärztin sagt, weiß ich nicht mehr. Ich höre nur "Blubberblabla". Meine Werte sind wohl okay, aber irgendein Wert stimmt noch nicht, daher würden diese Anfälle rühren. Ich solle ruhig bleiben, sie würde auch einem Neurologen bescheid geben, da ich die Symptomatik beschreibe, mein Gehirn krampfe sich zusammen (Krampfanfall-Vorgeschädigte).
Bin völlig fertig. Will schlafen, geht aber nicht. Ralfi bleibt noch einen Moment, essen kann ich nichts mehr. Gegen 19:30 Uhr geht Ralfi heim, er hat ja auch zu tun. Ich fühle mich schlecht, weil ich ihn von der Hausarbeit und so abhalte und ständig nur noch so mies drauf bin... Fühle mich einfach hundeelend... weine noch ein bißchen. Kann die Nacht über ein paar Stunden schlafen (stundenweise, wie gehabt).
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!_OS,
dazwischen,
JoHo,
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Krankenhaus die 2. - Sonntag (29.09.13)
Ich hatte kaum geschlafen, dennoch stundenweise immer mal gepennt. 8:15 Uhr nahm ich meine Tabletten, wie gewohnt. Gegen 9 Uhr kam der Pfleger mit dem Pillendöschen, hahaha, witzig. Warum ich jetzt schon meine Tabletten genommen hätte, und nicht die des Krankenhauses?
"Weil Pünktlichkeit bei solchen Tabletten, vor allem am Anfang, wichtig ist," gab ich von mir. Er sah mich zerknirscht an.
Gegen 9:30 Uhr kam Ralfi. Ich schaffte es an diesem Morgen (zwar innerhalb einer dreiviertel Stunde, aber immerhin) ein halbes Brötchen mit Marmelade zu essen, ohne das mir der Kreislauf wegsackte. Mir war schummrig, aber es ging grade noch so.
11:15 Uhr kam ein blaugekleideter Arzt, die Internisten-Farbe hier. Er fragte nach meinen Symptomen. Als hätte ich das nicht zwei Mal schon am Vortag erzählt, ich hätte es mal aufschreiben sollen. Nerv! Ich betete die Symptomatik runter, vor allem das ich nicht essen konnte, und er meinte:
"Das können Sie mir also nicht plausibel machen, wieso das beim Essen so ist."
Boah, ich hätte ihn gerne... ! Mann! Ich sagte dann:
"Mein Körper sagt mir dies und das...." (genauer Wortlaut ist auch schnurze), und er sagte dann, höhnisch grinsend:
"Also der Körper kann Ihnen nichts sagen, ja. Der Körper ist kein universelles Wesen, das mit Ihnen in irgendeiner Form sprechen kann..."
Blubberbla. Ich hätte ihn am liebsten nochmal... ! Ja, ist klar. Mein Körper kann nicht sprechen, nö nö. Was ist das für ein Dummdödel, der da vor mir steht? dachte ich, und Ralfi rollte schon wieder mit den Augen.
Ende vom Lied: anderntags könne ich vielleicht sogar schon nach Hause, wenn jetzt nix mehr sei, denn meine SD-Werte seien soweit ja ganz gut. Auf alle Fälle käme ich Montags erstmal auf die Internistische, wo man sich dann auch um mich kümmern würde.
Ha!
Und so zog der Sonntag ereignislos ins Land. Abgesehen von der widerlichen Kalium-Tablette, die ich erst abends gegen 17:30 Uhr (nach meinem Abendbrot) eingenommen hatte, und auf die - exactamundo 30 Minuten später - wieder eine einstündige Krampfattacke folgte.
Aber das Gute: ich habe am Sonntag zum ersten Mal etwas essen können, ohne das mir der Kreislauf direkt weggesackt ist. Zwar hat es ewig gedauert, bis ich etwas habe schlucken können, da ich ewig drauf rumgekaut habe, aber dennoch war es nach fast zwei Wochen das erste Mal, das ich Nahrung habe zu mir nehmen können! :)
Thema:
!_OS,
dazwischen,
JoHo,
Krankenhaus,
Schilddrüse
Freitag, 4. Oktober 2013
2 x in die Notaufnahme...
... und das ist 'ne Story, liebe Leute! Jetzt ist mal Schluss mit lieb Kind sein, ich hab den Rand voll!
Es ist Donnerstag Nachmittag, 26.09. Gegen 13 Uhr mittags setzt der erste Krampf ein. Meine linke Hand kribbelt, das Kribbeln zieht sich den Arm hoch, bis in die Schulter, die sich zusammenzieht, völlig verkrampft, die linke Seite des Gesichts tut weh, bizzelt, kribbelt, wird heiß. Nacken und Hinterkopf krampfen. Das "Stahlhelm"-Gefühl umfaßt den
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Mittwoch, 11. September 2013
ab ins Krankenhaus - Teil VI: ab nach Hause?
Gegen sechs Uhr - boah, voll meine Uhrzeit! - wurde ich wach. Es war nicht so, das ich komplett von zwölf nachts bis jetzt durchgepennt hätte, nein. Ich war zwei Mal nachts aufgewacht, hatte mich unter einigem Kraftaufwand (wegen steifem Nacken-/Schulterbereich) auf die andere Seite gehievt, und dann doch recht ruhig, fest und tief geschlafen. Wen wundert's? Um besagte Uhrzeit fühlte ich die Lebensgeister in mir erwachen. Ich ging duschen. Das Duschgel, wenn auch ein wenig penetrant zwar, roch herrlich nach den chemischen Ingredenzien von Honig und Milch. Wohltuender Duft, angesichts des sonst eher sterilen Aromas, das in der Luft hing. Nun wollte ich nur noch eines: lesen! Während ich vertieft und völlig verzückt weiter der Geschichte um den
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Dienstag, 10. September 2013
ab ins Krankenhaus - Teil V: der Tag danach
Ich war morgens nicht wirklich fit, klaro, wenn man jede Stunde wach wird. Oft wurde ich wach, weil ich meine Hand, die selbstverfreilich aus dem Bett hinaushing - und das ist eine unangenehme Sache, denn von so einem abgeknickten Handgelenk ist es meistens am anderen Tag immer steif (Athrose läßt grüßen) - und sobald ich die Hand ins Bett ziehen und unter das Kissen stecken wollte, blieb ich an der Kanüle hängen, die mein linkes Handgelenk schmückte. Aber auch das Umdrehen im Bett bereitete mir große Probleme, ich stöhnte jedesmal vor Schmerz. Der Nacken-/Schulterbereich war steif und starr, und schmerzte mit einer kaum gekannten Intensität. Zu gerne hätte ich mit dem Nacken geknackt, ihn gerollt - wie ich es gewohnterweise immer mache -, aber die Narbe unterhalb des Halses war mir nicht geheuer. Noch befand sich ein Verband darüber. Dieser sollte weichen, kaum das mir gegen kurz nach acht der Chirurg persönlich auf meinem Zimmer Besuch abstattete.
"Na, wie geht es Ihnen? Der Verband kommt jetzt ab -"
"Na, wie geht es Ihnen? Der Verband kommt jetzt ab -"
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Montag, 9. September 2013
ab ins Krankenhaus - Teil IV: nach der OP/die Nacht
Es muß gegen halb eins/eins rum gewesen sein, als mir die Lichter ausgegangen sind. Als sich das nächste Mal eine Uhr in mein Blickfeld schob, war es bereits 17 Uhr. Und das einzige, an das ich beim Aufwachen denken konnte, war: ich muß auf's Klo! Ich sah mich ein wenig verwirrt um, lag ich doch auf dem Rücken in meinem Bett, hatte schreckliche Schmerzen im Nacken-/Schulterbereich (viel schlimmer natürlich noch, als sonst die Schmerzen, die ich in diesem Bereich leidlicher Weise zu haben pflege) und fragte mich, wieso ich, wenn ich tatsächlich seit sechs Uhr in der Früh nichts mehr zu trinken bekommen hatte, so dringend pieseln mußte. Ich versuchte matt und schwach ein Zeichen von mir zu geben. Die Schwester, die links zu meiner Seite am Schreibtisch saß, bemerkte das krächzende Geräusch meiner Kehle augenblicklich und trat an mein Bett heran, sanft lächelnd, als sehe sie auf ihr in der Wiege liegendes Kindlein hinab.
"Kann ich etwas für Sie tun?" fragte sie behutsam und leise.
"Kann ich etwas für Sie tun?" fragte sie behutsam und leise.
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Sonntag, 8. September 2013
ab ins Krankhaus - Teil lll: der Tag der OP
Wir kamen gegen zwanzig nach acht im Krankenhaus an. Die Station, auf die ich mich umgehend begeben sollte, konnte selbst ich mir in dem katakombischen Wirrwarr der Gänge dieses Hospitals merken: ab in den Aufzug im Hauptgebäude (wie sie hier zu sagen pflegten), hoch in den 6. Stock, zur Anmeldung, da. Die schwäbische Stationsmutter erwartete mich bereits, schon wieder mit diesem warmen Lächeln auf den Lippen, der strahlenden Freundlichkeit in den Augen und einem rundum entspannten Gesichtsausdruck. Sie sagte einem von den beiden am Tresen lehnenden Pflegern, wer ich bin, wies mir ein Zimmer zu, und der Pfleger begleitete uns. Wortkarg war er, und sah gar nicht so freundlich aus, wie ich es gerne gehabt hätte. Er überreichte mir mit einer eher zackigen, militärischen Geste die Thrombose-Strümpfe, einen schicken Kittel, den man hinten zubinden kann, und ein Netz-Dingens, das er als Unterhose bezeichnete:
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Samstag, 7. September 2013
ab ins Krankenhaus - Teil ll: seelische und moralische Vorbereitungen
Ab 0:00 Uhr am Tag der OP, so hatte man mir bei der "Voruntersuchung" im Krankenhaus mitgeteilt, dürfte ich nicht mehr essen, nix mehr trinken und auch gar net mehr rauchen. Bis 6:00 Uhr an besagtem Tag dürfe ich allerdings stilles Mineralwasser trinken, danach wirklich gar nix mehr zu mir nehmen. "Auch kei' Kaugummi!" hatte die Stationsglucke mit dem schwäbischen Akzent und der liebevollen, mütterlichen Art lächelnd gesagt, als sie mich meinen Kaugummi nervös hatte malträtieren sehen.
Und was hab ich geraucht!
Und was hab ich geraucht!
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Freitag, 6. September 2013
ab ins Krankenhaus - Teil I: die "Voruntersuchung"
Wenn man's an der Schilddrüse hat, dann muß man sich ja zwangsläufig an den Gedanken gewöhnen, das das Teil irgendwann mal über den Jordan gegangen wird. Meine letzte Untersuchung, die bereits weit über ein Jahr her ist, sah net so prickelnd aus, aber kontraproduktiv, wie der Kopf eben manchmal arbeitet, wollte ich mich vor dem letztendlichen Ergebnis drücken, und habe die Besprechung des Untersuchungsergebnisses bei meinem Hausarzt schööön in die Länge gezogen. Doch dann wurde ich hibbelig und bin schweren Herzens doch zum Onkel Doc, der mir dann sagte:
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