Herzlich Willkommen bei Soda.s Wor(l)d! :O)

Gesundheitlich...

... geht es auf diesem Blog weiter! Alles was ich zuvor über die Schilddrüse verfaßt habe, hat mich genau dorthin gebracht. Und damit sich das nicht alles häuft und hier zu Verwirrung führt, trenne ich die beiden Blogs, auch wenn das eine ebenso ich bin wie dieses hier. :)

Eure Soda.







Sonntag, 16. Oktober 2011

Daredevil (DF)

USA 2003
Regie: Mark Steven Johnson
Darsteller: Ben Affleck, Jennifer Garner, Colin Farrell, Ving Rhames


Der blinde Matt Murdock, tagsüber Anwalt, schlüpft des Nachts in die Rolle des "Daredevil", der sich geschworen hat für die Ausgestoßenen, die Außenseiter einzutreten. Diejenigen, die die korrupte Richtbarkeit freigesprochen hat, werden von Daredevil gnadenlos zur Verantwortung gezogen.




Eines Tages lernt Murdock Elektra Natchios kennen und verliebt sich in sie. Als ihr Vater ermordet wird, wird der Anschein erweckt, Daredevil habe ihn umgebracht. Nun gilt dieser als ihr ärgster Feind und die beiden stehen sich in einem unerbittlichen Kampf gegenüber.


Daredevil will Elektra nun von der Wahrheit überzeugen, nämlich das der Kingpin für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist.  
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Die Geschichte um Rache, Vergeltung und Selbstjustiz ist einfach gestrickt. Die Fragen, was richtig ist und was falsch, was Gerechtigkeit ausmacht und ob Rache schlecht ist, bleiben hier offen. So viel Tiefgang besitzt dieser Streifen nicht - und doch ist Daredevil eine Comicverfilmung der anderen Art. Johnson gelang eine düstere Storyline, die ab von den knalligen Comicverfilmungen ist und mit viel Melancholie und Selbstzweifeln daher kommt. 


Hier zählt vorderrangig nicht die Effekthascherei, wie sie in vielen der neuen Comicfilme betrieben wird, sondern die Beweggründe, warum die Menschen sich so verhalten, wie sie es tun. 


Ben Affleck mag in dieser Rolle nicht glänzen, doch er bringt den blinden "Schutzteufel" glaubwürdig rüber und liefert eine gute Leistung ab. Jennifer Garner in ihrem Part der enttäuschten und scheinbar ständig auf der Suche befindlichen Elektra fährt mächtig auf. Lieblich und doch knallhart stellt sie die Rächerin dar und beeindruckt damit durchaus. 


Auch Colin Farrell sei hier erwähnt, der den fiesen Bullseye verkörpert: mit einem Schuss schwarzem Humor und viel Bösartigkeit geht er hier ans Werk, und es macht - auch wenn er der "Böse" ist - viel Spaß ihm zuzusehen!


"Daredevil" ist solide Action-Unterhaltung mit einem Hauch Melancholie und auch Sinn für schwarzen Humor. Ob der Streifen seiner Comicvorlage gerecht wurde, weiß ich nicht zu beurteilen, da ich bisher nicht mehr als drei Hefte gelesen habe. Doch als kurzweiliger Zeitvertreib bietet der Film alles, was es braucht um einen guten Eindruck zu hinterlassen: Action, Spannung, Romantik, einen tollen Soundtrack und eine Geschichte, die weg vom Mainstream ist.