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Gesundheitlich...

... geht es auf diesem Blog weiter! Alles was ich zuvor über die Schilddrüse verfaßt habe, hat mich genau dorthin gebracht. Und damit sich das nicht alles häuft und hier zu Verwirrung führt, trenne ich die beiden Blogs, auch wenn das eine ebenso ich bin wie dieses hier. :)

Eure Soda.







Samstag, 8. Oktober 2011

Makellos



Tragikomödie
USA 1999
Regie: Joel Schumacher
Darsteller: Robert DeNiro, Philip Seymour Hoffman


Als Dragqueen Rusty in seiner Wohnung von einem Gangster, der hier sein gestohlenes Geld vermutet, überfallen wird, greift der ehemalige Sicherheitsbeamte Walt beherzt ein und erleidet einen Schlaganfall. Der
nun halbseitig gelähmte und äußerst konservative Wachmann nimmt nach seinem Krankenhausaufenthalt aus finanziellen Gründen Sprachunterricht bei der - nicht makellosen - Dragqueen - und erhält Einblick in eine ihm völlig fremde und neue Welt.


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Die Aussage dieses ungewöhnlichen Filmes ist klar: halte dich nicht an Leute, die dich um deines Geldes willen mögen, sondern an Menschen, die dich mögen wie du bist!


Robert DeNiro setzt den halbseitig Gelähmten nicht nur glaubwürdig um, sondern verleiht ihm die Art von Menschlichkeit, mit der sich jeder identifizieren kann. Die erst abweisende Haltung der schillernden Figuren um die Dragqueen herum, und die nach und nach herauswachsende Annäherung und der Beginn einer warmherzigen Freundschaft, die auf Ehrlichkeit aufgebaut ist, hält dem Zuschauer einen mit einem leisen Unterton der Mahnung versehenen Spiegel vor. 


Philip Seymour Hoffman verkörpert Rusty mit einer geradezu majestätischen Leichtigkeit, die einen mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit und Lebenslust schnell in den Bann zieht. Wunderbar ehrlich und voller Herzenswärme kommt der vom Leben nicht gerade zimperlich behandelte junge Mann daher, der sich im falschen Körper gefangen fühlt - und hat auf Anhieb die Sympathie des Zuschauers gewonnen.


Die sich langsam entwickelnde Freundschaft, die immer wieder auf die Probe gestellt wird und gegen Vorurteile und Engstirnigkeit zu kämpfen hat, wird hier auf sehr intensive und doch leichte Weise hervorgehoben.


Spannung und Humor wechseln sich hier erfrischend ab, und so bietet der Film eine tiefgehende und doch ebenso unbefangene, zuträgliche Abwechslung zur Hollywood-Einheitsbrei "laß uns Freunde werden, weil wir so verschieden sind"-Stangenware.


Ein viel zu wenig beachtetes Filmjuwel! Unbedingt ansehen!





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