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Gesundheitlich...

... geht es auf diesem Blog weiter! Alles was ich zuvor über die Schilddrüse verfaßt habe, hat mich genau dorthin gebracht. Und damit sich das nicht alles häuft und hier zu Verwirrung führt, trenne ich die beiden Blogs, auch wenn das eine ebenso ich bin wie dieses hier. :)

Eure Soda.







Montag, 7. November 2011

Angeregt/Nachgedacht

Ich habe eben den Film "Illuminati" angeschaut. Nein, ich werde jetzt nicht näher auf den Film eingehen (ich bezweifel, das er seinen Weg in meine Filmkiste findet ;). Mich hat ein Ausspruch dort zum Nachdenken angeregt:"Im Moment ist die katholische Kirche führungslos."
Ich habe immer gedacht, das was doch alle Christen eint - und nicht nur die Christen wohlgemerkt - sei der
Glaube an Gott. Ich dachte immer, Gott sei der geistige Führer der Kirche - und natürlich der Menschen! Wenn wir also einen "Stellvertreter Gottes (auf Erden)" so dringend nötig haben, sollten wir vielleicht unser Vertrauen in Gott hinterfragen. Jeder Mensch, ob er nun an Gott oder sonstwas glaubt oder nicht, spürt in sich, ob etwas richtig oder falsch ist. Ganz tief in jedem Menschen schlummert das Wissen um "Gut und Böse" - um es ganz vereinfacht auszudrücken. Menschen, die etwas Falsches tun, wissen dies - und sei es erst einen Moment später*. Jeder Mensch besitzt dieses instinktive Wissen. Hat man nun den Glauben an Gott, dann legt man sein Leben in seine Hände - bildlich gesprochen. Man vertraut also auf die höhere Macht. Wie weit kann es damit sein, wenn man sich nach einem Oberhaupt der Menschen richten soll? Hier geht es um ein sogenanntes Oberhaupt, einen Führer, der sagt was richtig und was falsch ist, was getan werden darf und was nicht... Wenn also eine Kirchengemeinschaft "führungslos" wäre - dann kann es auch mit deren Glauben nicht weit hin sein, denn sonst hätten sie ja immer noch einen außerweltlichen, einen überirdischen Führer, dem sie sich anvertrauen können... Denn der wahre Gläubige, das stelle ich jetzt so hin, der hat immer einen Anführer, nach dem er sich richten kann, und das ist dann mit Sicherheit kein Mensch!


Nun ja... dann war da noch der Satz: "Es heißt, du sollst nicht grundlos töten." Ähem, wie bitte? Ich dachte, das 6. Gebot lautet "Du sollst nicht töten". Von "wenn du einen Grund hast, dann darfst du ruhig jeden umbringen" steht da aber nichts! Nein, ich mokiere mich nicht über den Film. Nur dieser Spruch, der schlägt dem Faß den Boden aus! Das wäre dann ja die Rechtfertigung für jeden Mord. Denn ganz selten töten Menschen andere Menschen grundlos (sinnlos schon). Ich brauche Geld - kein Problem! Ich hau dem nächstbesten den Knüppel über und sag dann, das ich die Kohle wollte, also einen Grund hatte.... ! Bitte was ist das denn für ein Satz? Ich war völlig baff. Nur allein wegen diesem Ausspruch. Ob im Zusammenhang oder nicht, aber da wird doch was impliziert, das nicht sein sollte. Sowas bleibt doch hängen - sicher nicht bei jedem, aber wer weiß schon bei wem? Wenns doch in der Handlung schon um Kirche und das ganze Gedöns geht, sollte man da nicht genauer drauf achten, was da so geredet wird? Ernst nehme ich das sicher nicht. Nicht diesen Film. Doch dieser Satz ist ein Alptraum, wenn man genau darüber nachdenkt. "... nicht grundlos töten..." Das hängt mir nach, das geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich sag ja, man weiß ja nicht, bei wem es hängen bleibt... Man kann nicht einfach ein Gebot oder Gesetz drehen und wenden wie es einem paßt. Sicher, das wird Tag für Tag gemacht - viele "Rechtsvertreter" legen etwas so aus, wie sie es gerade brauchen. Habe ich selber schon erfahren müssen. 
Und nur weil man zwei mal Unrecht tut, wird daraus nicht ein Recht. Das geht nicht, das geht gegen jede Ethik und Moral. Das mag eine Schwarz/Weiß-Ansicht sein, aber ich denke, das sich das meiste genau darauf reduzieren läßt: aufs Wesentliche. Wenn jemand weint, weil ihm etwas weh tut, dann ist dieser Schmerz ebenso groß wie der Schmerz eines jeden anderen. Das Fazit daraus wäre ganz einfach: es tut weh! Und wenn jemand einen tötet, dann hat er einen Mord begangen, egal aus welchem Grund auch immer! Sonst kann doch jeder kommen und einen anderen Menschen ermorden, weil ihm dessen Ansichten nicht passen. Ich könnte das ebenso handhaben: sei meiner Meinung, denke was ich denke, oder ich töte dich! Das ist furchtbar, grausam, das ist vor allem falsch! Viel zu oft schon ist es geschehen, das aus einem fadenscheinigen Grund Menschen ermordet worden sind - und es geschieht täglich, nein stündlich, nein minütlich aufs Neue! Der Mann bringt seine Frau um, weil sie ihn betrügt. Die Frau ermordet ihren Mann, weil er sie nicht mehr liebt. Die Mutter tötet ihr Kind, weil sie überfordert ist. Einer bringt seinen Hund um, weil er zu laut bellt. Die Kreuzzüge im Namen Gottes; die Kriege, die die Welt erschüttern, weil der eine nicht das glauben will, von dem der andere überzeugt ist; Nachbarschaftsstreit, weil der Gartenzwerg eine blaue statt einer roten Zipfelmütze auf hat... jeder versucht mit Gewalt dem anderen seine Meinung aufzuzwingen, und wenn es darauf hinausläuft, das man sich gegenseitig umbringen muß! Absurd?! Ja, das ist es. Unnötig noch dazu. Aber: Kriege haben ja einen GRUND, einen Sinn. Es geht ja nicht darum, das man das aus Freude am Töten macht, nein, es ist notwendig! Was genau bedeutet "Notwenigkeit" denn? Nun ja, nichts anderes, als das man selber glaubt (!), das es von Nöten ist, zu einem gewissen Ergebnis zu gelangen. Aha! Der Glaube. Der ist die Wurzel allen Übels! Pah, kann ich nur sagen! Das glaubt ihr doch selbst nicht, ihr die es behauptet! Nicht der Glaube sagt uns, das wir dies und das tun sollen - nein, er diktiert uns nicht. Wir legen nur aus, das dem so ist! Ein Fehlglaube, ein Irrglaube. Ja, der Glaube ist allgegenwärtig. 


Der Mensch sollte lieber mehr nachdenken, als voreilig daher zu reden. Ich komme da wieder auf die Bewußtmachung zurück, die ich bereits an anderer Stelle erwähnt habe (und zu der ich mal explizit etwas verfassen werde). Man kann es auch lapidar so ausdrücken: "Erst denken, dann reden!" Und wenn man den Satz weiterführt folgt unweigerlich: "... und dann handeln!" 


Ich ende an dieser Stelle. Nachdenken - das ist das Schlüsselwort. Nicht einfach alles so als gegeben hinnehmen. Es spielt keine Rolle, woher man einen Denkanstoß bekommt - Hauptsache ist, man denkt nach. Je unbequemer, umso besser. Aber das ist ein anderes Thema... ;) 


*Wenn es ein schlimmer, ein schwerwiegender Fehler war, bei dem jemand zu Schaden kam hadert man mit sich Leben lang, wird nicht glücklich, ist vergrämt etc..... (auch dies an anderer Stelle)

Kommentare:

  1. Ich bin da immer wieder völlig baff, was du so für Gedankengänge hast.
    Aus eben diesem Post hier, ließe sich trefflich ein Stoff für eine Seitenlange Diskussion machen.
    Und, ohne zu wissen an welcher Stelle dieser Satz gefallen ist, und ich habe den Film auch schon mal gesehen, bin ich sicher dass man durch nachfragen herausbekommen hätte wie er an dieser Stelle gemeint war.
    Ich bin mir relativ sicher das der, der den Satz aussprach, mit dem "Zusatz" nur verdeutlichen wollte dass man nicht töten solle, da es dazu, zumindest aus kirchlicher oder gläubiger Sicht, nie einen Grund gab oder geben wird.

    Ich sehe das komplett anders. Es gibt diverse Gründe warum es bei manch einem durchaus Sinn machen würde, wenn sich einer seiner annehmen würde und andere vor bösen Taten schützen würde.
    Doch leider fehlt dazu denjenigen die es könnten die Veranlassung und denjenigen die es müssten(sollten) die kriminelle Energie.

    Das soll nicht heißen dass Selbstjustiz das Mittel der Wahl wäre, doch so ein Thema ist glaube ich nichts für einen Schriftwechsel.
    Eher für einen persönlichen Austausch.

    Nichtsdestotrotz kann man natürlich eine bestimmte Meinung dazu haben und diese kundtun.
    Ich habe lediglich festgestellt dass beim lesen, und speziell dem interpretieren der geschriebenen Worte, oftmals das gemeinte falsch verstanden wird, weil beispielsweise die Intonation und die Gestik/Mimik fehlt.
    Man kann nicht zurückfragen.
    Ebenso verhält es sich wahrscheinlich bei dem Ausspruch in dem Film...könnte ich mir zumindest vorstellen. Je nachdem wer ihn in welcher Situation gesagt hat.

    Ich hab schon wieder viel zu viel geschrieben...:)

    Gut's Nächtle =)

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  2. Der Kontext, aus dem der Satz "Du sollst nicht grundlos töten" hervorging spielt an sich keine Rolle (es handelte sich um den Mörder, der eine neue Leiche neben sich im Wagen liegen hatte). Mir ging es allein um den Ausspruch! Der Mensch vergißt nur allzu schnell einen Zusammenhang - er erinnert sich nur an "Schlagworte", an die Essenz einer Begebenheit. Und wie ich ebenfalls erwähnt hatte, ging es mir nicht um den Film an sich - somit spielt der Zusammenhang überhaupt keine Rolle mehr.
    Mediale Werke, die eine breite Masse erreichen (sollen), sollten darauf achten, das es gerade solche Aussagen sind, die zu gern mißverstanden werden (wollen). Nach einer gewissen Zeit weiß man nicht mehr, wo man was aufgeschnappt hat - man würfelt vielleicht etwas durcheinander oder meint, es handle sich um einen völlig anderen Kontext in einem völlig anderen Bericht (oder was auch immer), und erachtet dann nur noch das für wahr, was man sich in seiner verwirrten Erinnerung zusammen gebastelt hat.

    Ab vom Film, hinzu der der Aussage an sich: ein wirklich Gläubiger (gleich an was er glaubt) wird sowieso niemals einen anderen Menschen umbringen wollen. Und ich denke auch nicht, das das sein sollte. Niemand hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden. Kein Mensch. Das das natürlich viele nicht juckt, ist mir wohl bewußt. Doch das würde zu weit führen. Ich spreche von "an sich sollte niemand". "Du sollst nicht töten" ist eine klare Aussage. Danach kann man sich richten. Sobald aber ein Zusatz eingefügt wird - wie hier beispielsweise "grundlos", es könnte aber auch "alle töten die gelbe Pullover tragen" heißen! - beinhaltet dies eine Diskreminierung einer gewissen Masse. Bei "grundlos" wäre also der oder die Diskreminierte/n, bei denen man nach eigenem Ermessen einen Grund erdenken würde, ihnen nach dem Leben zu trachten. Es spielt dabei also keine Rolle, aus welchem Grund, solange man nur einen hat. Und seien wir ehrlich: jeder würde irgendeinen fadenscheinigen Grund finden, andere umzubringen. Wenn man also diese zusätzliche Formulierung einfügt, dann gäbe es in kürzester Zeit keine Möglichkeit mehr, der Gerechtigkeit genüge zu tun, denn jeder könnte wie er wollte.
    Und das ist nicht richtig! Wenn ich nicht genug Geld habe, steht es mir nicht zu, aus diesem Grund jemanden zu ermorden, weil er mehr Geld hat als ich. Und wenn man das fortführt, so steht es auch niemandem zu, jemanden hinzurichten, oder so zu richten, das dies zum Tod desjenigen führt... und so fort. Das sagt viel aus über meine persönliche Einstellung, aber auch über die Einstellung der Gläubigen gegenüber des Lebens an sich. Es ist nicht richtig, über andere zu richten. Und das ist gut so! Und das manche andere lieber umbringen sollten - so wie Du es ausgedrückt hast - das halte ich für überheblich und falsch! Kein Mensch darf einen anderen richten, so einfach ist das.
    Würden sich alle Menschen daran halten, dann gäbe es diese furchtbaren Kriege nicht. Es gibt andere Möglichkeiten, den Frieden zu wahren, als mit Gewalt gegen alles und jeden vorzugehen, nur weil er eine andere Meinung, Religion oder sonstwas hat. Auch ist der Mensch nicht so geboren worden, alles zu vernichten. Das hat sich ein Teil der Menschheit selber angeeignet. Und das ist falsch und stützt sich eben auf solche Aussagen.

    Zum Punkt, das man das nicht schriftlich halten kann, eine solche Diskussion: nein, denke ich nicht. Dafür gibts doch die hier ;) oder den :D oder auch diese wahnsinnig dolle Erfindung, seine Gefühle in solche * zu setzen! *grins

    In diesem Sinne!

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