Herzlich Willkommen bei Soda.s Wor(l)d! :O)

Gesundheitlich...

... geht es auf diesem Blog weiter! Alles was ich zuvor über die Schilddrüse verfaßt habe, hat mich genau dorthin gebracht. Und damit sich das nicht alles häuft und hier zu Verwirrung führt, trenne ich die beiden Blogs, auch wenn das eine ebenso ich bin wie dieses hier. :)

Eure Soda.







Samstag, 12. November 2011

Mit anderen Augen

Schnell gewöhnt man sich an etwas, das man ständig um sich hat. So ist auch die eigene Stadt nicht mehr der geringsten Beachtung wert – all die Häuser, die Straßen, die Bäume und Gebäude... Gewohnheit ist der Tage Herr, und man meint, es gäbe nichts mehr zu entdecken.

Doch da gibt es verzauberte Augenblicke – das Licht der Herbstsonne fällt warm und golden um die Ecke in eine kleine Gasse, und das alte Haus erstrahlt in einem wunderbaren Licht, erscheint wie aus einer anderen Welt... Die Blüte einer Blume entfaltet ihre volle Pracht inmitten braunen und gelben Laubes der herbstlichen Bäume... Den Blick ein Gebäude hinauf streifen lassen gewährt einem einen Moment absoluter, innerlicher Ruhe und Faszination beim Anblick einer Statue... Der Regen, der sanft von einem Fenster perlt, das matt erleuchtet ist...

Diese Momente sollte man nicht nur in sich aufnehmen, man sollte sie festhalten und sich daran erinnern, wenn einem die Stadt, die Umgebung, wieder alltäglich vorkommt. Bewußt mit anderen Augen wahrzunehmen ist eine wundervolle Eigenschaft, die man sich aneignen sollte.

Oft schon erging es mir so – Ecken, Gässchen, Häuser und Gebäude die ich schon tausendmal gesehen hatte, leuchteten in einem Augenblick auf, und es kam mir so vor, als hätte ich all das niemals zuvor erblickt. Es lag nicht Magie in diesen Momenten allein, nein, die Magie lag an diesem Ort, hier und jetzt, in diesem Augenblick war es, als tauche ich ein in eine poetische Geschichte, in ein wunderbares Gedicht, in ein zauberhaftes Lied... So viele Gefühle durchströmen mich und erfüllen meine Seele, wenn die Stille und Poesie in meinem Herzen wirken. Diese kleinen Momente sind es, zum Greifen nahe und doch so fern, die wie Luft zum Atmen wirken, die einem das Leben offenbaren und alles, was sich darin verbirgt. Festhalten kann man dies nur in seiner Erinnerung – kein Bild kann so schön sein, wie dieses Erlebte immer wieder wahrnehmen zu dürfen, zu können.

Sucht die Ecken, in denen ihr die Größe des Leben spüren könnt! Es gibt sie überall. Verschrobene Gassen; schiefe Häuser; ergraute Stukkaturen hoch oben an alten Gebäuden; Blumenkästen voll bunter Pflanzen, schräg am Balkon hängend; kleine Bäche, fast völlig überwuchert von Gras; die Rinde eines Baumes... So viel Schönheit liegt in all diesen alltäglichen Dingen! Es ist an uns, dies bewußt wahrzunehmen und es nicht vergessen zu machen.

Im Kleinsten liegt die wahre Größe. In diesem Sinne! :)

1 Kommentar:

  1. Boah, das hast Du so schööööön geschrieben! Danke, Biene

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